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Disruptive Innovationen

Fluch oder Segen einer Firma

Innovationen, die Unternehmen helfen erfolgreich zu sein, sind entweder disruptiv oder sie setzen auf disruptiven Technologien auf. Unter disruptiven Technologien versteht man Innovationen, die ein bestehendes Produkt oder eine Dienstleistung überflüssig machen. Keine Branche ist davon gerade so betroffen, wie die IT.

Es erschreckt mich immer wieder, dass gerade etablierte, mittelständische IT-Unternehmen solche Disruptionen nicht wahrnehmen. Und wenn doch, dann kommt immer die gleiche Ausrede: “Unsere Kunden sind noch nicht so weit“. Wer so denkt, hat aber schon verloren. Er weiß es nur noch nicht. Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, drei aktuelle disruptive Technologien aus der IT vorzustellen, die Sie auf jeden Fall in Ihre Überlegungen einbeziehen sollten:

1. Immer noch die Cloud

Ja, ich weiß, für die meisten ist die Cloud ein alter Hut. Leider glauben viele IT-Unternehmen und Dienstleister aber auch, sie sei so etwas wie ein Wolkenkuckucksheim. Etwas, das nur andere betrifft. Sie kapieren es einfach nicht! Um es mal auf eine Meta-Ebene zu bringen: Die alte IT glaubt, sie müsse jederzeit wissen, wo sich die Daten befinden. Der neuen IT ist das egal. Genau genommen sind ihr sogar die Daten egal. Wichtiger ist, dass die darin steckenden Information verfügbar sind. Und zwar jederzeit, von überall her und mit allen Geräten! Egal ob Laptop, Tablet oder Smartphone. Wenn Sie also gerade an einer neuen Buchhaltungs-Software arbeiten, überlegen Sie sich gut, ob das noch Sinn ergibt. Wäre eine Web-App da nicht viel sinnvoller? Und glauben Sie wirklich, ein noch schnellerer Server sei die richtige Antwort auf Microsoft Office 365 und Google Office?

2. Virtualisierung sozialer und geschäftlicher Kontakte

Kommunikation war früher ein Kostenfaktor. Heute haben wir Skype, Basecamp und Co. Dadurch spielen auch Entfernungen keine Rolle mehr. Das klingt banal, tatsächlich steckt dahinter aber eine grundlegende Umwälzung: Eine Firma funktionierte früher nur dann, wenn die gesamte Organisation in einem Gebäude versammelt war. Heute können Unternehmen vollständig virtuell organisiert sein und trotzdem effektiv arbeiten. Auch dank der Cloud. Gleichzeitig erlauben es uns soziale Netzwerke wie LinkedIn oder Xing sowie soziale Software wie Yammer oder IBMs Communications and Kollaboration Solutions, professionelle Kontakte zu pflegen und Wissen auszutauschen, ohne mit den entsprechenden Personen physikalischen Kontakt zu haben. Meetings, Geschäftsreisen und Konferenzen werden auf diese Weise überflüssig, Abstimmungen erfolgen ruckzuck über das Web. Der Effekt: Organisationen, die solche Tools nutzen, können nicht nur effektiver arbeiten, sondern sind auch insgesamt schneller, beweglicher und letztendlich billiger!

3. Hardware zählt nichts, die Software ist alles

Erinnern Sie sich noch daran, was früher für die Wahl eines Handys ausschlaggebend war? Richtig, die Ausstattung und die technischen Features! Die einen schworen auf Nokia, die anderen bevorzugten Siemens und wieder andere fanden das Razr von Motorola am besten. Dann kamen Apple und Google mit iPhone und Android und plötzlich spielt die Hardware keine Rolle mehr. Wir streiten uns nicht darum, ob das iPhone, Samsung oder HTC das bessere Handy ist, sondern ob die iOS- oder Android-Plattform unseren Bedürfnissen gerechter wird. Egal wohin man schaut: “Innere Werte” verlieren an Bedeutung, ihre gute Qualität wird einfach vorausgesetzt. Ausschlaggebend ist vielmehr die Qualität der Mensch-Maschine-Interaktion, also die Benutzeroberfläche und das Design. Sie glauben das nicht? Dann fragen Sie sich doch, warum Konsumenten bereit sind, viel Geld für Produkte von Mini, Apple, Nike oder Gaggenau auszugeben.

Sicher, die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Es ließen sich noch viele weitere disruptive Trends und Technologien aufzählen. Beispielsweise SSDs und Flashspeicher, die auf breiter Front, selbst in Rechenzentren, „sich drehende“ Festplatten ersetzen. Oder die Tatsache, dass immer mehr Menschen statt PCs und Laptops lieber Tablets und Smartphones nutzen (siehe auch Cloud), wie es Zahlen von IDC und Gartner belegen. Der Punkt ist aber, dass jedes Unternehmen – egal ob Neugründung, alteingesessener Mittelständler oder international agierender Konzern – disruptive Technologien auf dem Schirm haben muss. Denn sie sind nicht einfach nur eine Bedrohung, sondern auch eine Chance, ganz vorne dabei zu sein.

Genau genommen besteht die Kunst des Unternehmenslenkers sogar darin, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, auf Disruptionen zu reagieren. Entweder indem das bestehende Geschäftsmodell angepasst oder die neue Technologie umarmt wird. Sicher, das ist immer mit Schwierigkeiten verbunden. Aber wenn es einfach wäre, dann würde es ja jeder machen…

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