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Smart Cities

Monetarisierter Müll und Routen, die sich rechnen

Das finnisches Startup Enevo setzt neue Meilensteine im Abfallgewerbe, indem es die Routen der Entsorger effizienter gestaltet und Müllbehälter medial macht – mit smarten Sensoren.

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Dass im Müll wirklich Moneten stecken, wissen wir nicht erst seitdem Schlagwörter wie Upcycling, Urban Mining oder Re-Commerce auch das Investorenvokabular- und spektrum erweitert haben. Dass die Wertschöpfungskette des Abfalls jedoch bereits vor dessen Aufbereitung und Trennung nach wertvollen Rohstoffen beginnt – nämlich bei und vor dessen Abholung durch Entsorger – war bisher neu. Das finnische Startup Enevo jedenfalls setzt genau an diesem Glied der Kette an und macht die Müllabholung fortan effizienter und damit interessanter, auch für Innovatoren und Investoren, die Ökologie und Ökonomie gerne gewinnbringend verknüpfen.

Müllcontainer werden zu Mitarbeitern

So werden Container mit Altglas, Altpapier, Altkleidern oder auch mit Elektroschrott mittels Ultraschall-Messgeräten zu Mitarbeitern der Müllentsorger, indem sie ihren Füllstand an den Enevo-Server senden. Das Wissen um den Füllstand führt in Kombination mit einer präzise berechneten Routenplanung am Ende zu guten Kosteneinsparungen und einer höheren Effizienz. Das lässt sich Enevo monatlich bezahlen. Profitieren aber tun am Ende alle davon:

  • Die Umwelt, weil unnötige Fahrten vermieden werden
  • Die Entsorgungsbetriebe, weil sie ihre Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette noch gezielter planen und einsetzen können und bis zu 50% an Kosten einsparen
  • Die Verbraucher, weil sie sich weniger über volle Tonnen ärgern müssen
  • Weitere Startups, die auf diese Idee aufsatteln können
  • Investoren, weil die Melange von Müll und Medien sich wirklich monetarisieren lässt

Digitaler Blick in die Tonne schafft Perspektiven – für Innovationen und Investitionen

Bei Enevo ist man indes schon einen Schritt weiter. So setzt das finnische Startup mit seinem Gründer Fredrik Kekäläinen nicht nur auf Echtzeit-Daten, sondern mit einer Art Predictive Analytics auch auf einen Ausblick in künftige Entwicklungen der Müllcontainer-Bestände. Anhand alter Daten wird der Blick in die Zukunft gewagt, um so immer genauere Prognosen zu gewinnen und die Routen der Entsorger noch genauer planen zu können.

Alles in allem stellt Enevo ein gelungenes Zusammenspiel von Innovation und Investition dar. Schließlich zapft das finnische Startup bestehende und künftige Goldminen der Digitalisierung – also Big Data, Data Mining und eben Predictive Analytics – mit seinen Sensoren an und verbindet sie mit überschaubaren Kosten für die Entsorger. Die nämlich können bereits vorhandene Flottenmanagement-Software nutzen und die Enevo-Daten aus den Müllcontainern direkt einbinden.

Und wenn ein Betrieb keine solche Software hat, stattet Enevo die Fahrer mit Tablets aus, die dann zum Abruf der jeweiligen Strecken genutzt werden können. Am Ende wird dieser kostengünstige und einfache Einstieg den Umstieg auf Enevo begünstigen und vielleicht auch unsere Städte bald zu Smart Cities machen. Denn Verschwendung ist für die Tonne und die Monetarisierung unseres Mülls hat längst begonnen und fängt nicht erst beim Re- und Upcycling an.

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