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David gegen Goliath

Warum große Unternehmen ein Auslaufmodell sind und Innovation alles ist

In meinem vorigen Blogpost „5 Tipps für Ihren Startup- und Unternehmens-Erfolg“ habe ich geschrieben, dass “große Unternehmen ein Auslaufmodell sind. Vielmehr wird die Zukunft kleinen, flexiblen Einheiten, also Selbständigen und wechselnden Zusammenschlüssen von spezialisierten Fachleuten gehören”. Ich finde, dass ich das noch genauer erklären muss:

Dabei möchte ich jetzt gar nicht so sehr auf die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Einzelnen eingehen, die diese Entwicklung wenn nicht verursachen, so doch beschleunigen. Dinge wie Cloud-Computing, Globalisierung, Outsourcing, Spezialisierung etc. pp. Viel mehr spreche ich von ganz offensichtlichen Fehlentwicklungen großer Konzerne. Diese zeigte beispielsweise anschaulich die Deloitte-Studie “The 2011 Shift Index – Measuring the forces of long-term change“.

Wichtigstes Ergebnis: Die Gesamtkapitalrendite (ROA) der untersuchten Unternehmen ist von 1965 bis 2009 kontinuierlich gesunken. Von 4,2 auf nur 1,2 Prozent in 2009. Bis 2011 hat sie sich dann nur leicht erholt, insgesamt aber zeigt der Trend steil nach unten.

So heißt es auf Seite 107 der lesenswerten Studie:

“By our calculations, ROA for public companies has decreased to one-quarter of its level in 1965. While this deterioration in ROA has been particularly affected by trends in the financial sector, significant declines in ROA have occurred in the rest of the economy as well. Also, when you look at the best companies — the top 25% of earners — even they have barely held their ground. Clearly, there is a fundamental disconnect between the mindset and practices of companies and the environment in which they compete.”

Die Frage ist nun, warum dem so ist. Und auch hier gibt die Studie die Antwort. Alles in allem, stark verkürzt und vereinfacht: Die Kunden sind dank digitaler Technologien besser informiert denn je, deshalb müssen die Unternehmen mehr in Forschung und Innovation investieren und gleichzeitig ihre Preise senken um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Meine eigene Interpretation ist aber, dass die etablierten Unternehmen zunehmend unter Druck durch agilere Wettbewerber und virile Startups kommen, die mit Innovationen einen Markt nach dem anderen “aufrollen”. Schauen wir uns mal ein paar Beispiele an:

Ich kann mich gut an die Zeit erinnern, als wir noch mit diversen Warenwirtschafts-, Fakturierungs- und Buchhaltungs-Lösungen arbeiten mussten. Sie waren teuer in der Anschaffung, schulungsintensiv und ernährten über Jahre hinweg diverse IT-Spezialisten (Wartungsvertrag!). Eigentlich waren sie ein ständiges Ärgernis. Und heute? Da gibt es flexible und preisgünstige Cloud-Lösungen wie etwa Easybill.de. Alles online im Browser nutzbar, jederzeit anpassbar und vor allem von den Kosten her gut kalkulierbar.

Und die Ablage? Die erledigt beispielsweise Doo.net. Und zwar ohne, dass ich erst irgendwelche „Workflows“ und „Speicherorte“ definieren muss! Die Lösung ist sogar so schlau, dass sie sich die Dokumente direkt aus meinen E-Mails, meiner Dropbox und Google-Drive holt und sie dann auch noch von alleine kategorisiert und einsortiert. Ein DMS brauche ich jedenfalls nicht mehr.

Die Kehrseite der Medaille: Ein ganzes Industrie-Segment, nämlich das der mittelständischen Software-Unternehmen steht damit zur Disposition.

Oder wie wäre es damit: Wer braucht heutzutage noch ein Auto in der Stadt? Niemand! Car2go, DriveNow und deren Mitbewerber sind auf Dauer viel günstiger und entschlacken wunderbar das Leben. Einzelhandel? Zalando, Amazon, Fab.com und Co. sind auf dem Vormarsch. Taxi? Wer braucht noch eine Taxizentrale wenn MyTaxi viel praktischer ist.

Telefon, Hifianlage, Programmzeitschriften, Wecker, Wetterstation, Navi? Braucht man alles nicht, das kann jedes Smartphone mittlerweile besser und billiger. Die App-Economy beherrscht immer mehr Märkte.

Reisebüro? Out! Mein neues Blackberry Q10 kann das nicht nur genauso gut, sondern auch schneller. Es reserviert mir auf Tastendruck sogar die passenden Restaurants am Reiseziel. Und alles nativ aus dem Betriebssystem!

Überall finden große Umwälzungen statt und sie werden stets von kompakten und supereffektiven Startups eingeleitet. Deren Produkte sind dann in der Regel nicht nur viel billiger, sondern auch besser, praktischer und meistens auch passender für den modernen Lifestyle.

Worauf ich hinaus will: Die gesellschaftliche Entwicklung ist das eine, harte wirtschaftliche Fakten das andere. Beides deutet in meinen Augen darauf hin, dass große, schwerfällige Unternehmen ein Auslaufmodell sind. Gute Zeiten also, um zu Gründen! Egal ob Sie es selbst für sich tun, oder innerhalb Ihrer Firma ein Startup im Unternehmen gründen. So oder so, es wäre die richtige Entscheidung!

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