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Abruffrist

Die Abruffrist ist der Zeitraum, nach dem ein Kredit- oder Darlehensnehmer die entsprechende Summe abrufen muss, um Bereitstellungszinsen zu vermeiden.

Sobald ein geschlossener Kreditvertrag rechtskräftig wird, verpflichtet sich die kreditvergebende Bank, dem Kreditnehmer die entsprechende Summe zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug nimmt der Kreditnehmer eine Abnahmeverpflichtung auf sich, sobald der Vertrag rechtskräftig zustande gekommen ist.

Die Abruffrist bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem der Kreditnehmer die volle Kreditsumme an sich genommen haben muss. Nach welchem Zeitraum ab Vertragsschluss diese Abruffrist eintritt, ist nicht gesetzlich geregelt, sondern wird individuell zwischen beiden Parteien ausgehandelt. Sie sind dann fester Bestandteil des Kredit- bzw. Darlehensvertrags. Wenn nicht explizit angegeben, sind sie den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kreditinstituts zu entnehmen.

Erfüllt der Kreditnehmer diesen Vertragsgegenstand nicht und lässt die Abruffrist verstreichen, kann das Kreditinstitut Bereitstellungszinsen geltend machen. Der Zeitraum zwischen Vertragsschluss und Abruffrist wird folglich als bereitstellungszinsfreier Zeitraum bezeichnet. Üblich ist ein Bereitstellungszins von 0,25% im Monat, was einem Jahreszins von 3% entspricht. Man unterscheidet zudem den anrechenbaren vom nicht anrechenbaren Bereitstellungszins. Der anrechenbare Bereitstellungszins wird von dem Kreditteil berechnet, der mit Ablauf der Abruffrist nicht in Anspruch genommen wurde. Der nicht anrechenbare Bereitstellungszins hingegen wird von der Gesamtkreditsumme berechnet und bereits getätigte Inanspruchnahmen bleiben unberücksichtigt.

Falls der Kreditnehmer den entsprechendes Bankkredit jedoch wider Erwarten nicht bis zur Abruffrist benötigt, besteht meist die Möglichkeit, die Frist verlängern zu lassen. Hierfür muss bei der kreditvergebenden Bank ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden.

Vor allem bei größeren Krediten, zum Beispiel im Rahmen einer Firmengründung, ist die Beachtung der Abruffrist von hoher Bedeutung. Da nicht immer schon im Vorfeld klar ist, wann Zahlungen fällig werden, ist es ratsam, mit der Bank eine möglichst lange bereitstellungszinsfreie Zeit von bis zu 12 Monaten auszuhandeln.

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