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Bankrott

Der Bankrott bezeichnet die Unfähigkeit einer Person oder eines Staats, seine laufenden Verpflichtungen erfüllen zu können.

Den Begriff Bankrott kannte man bereits im Mittelalter. Vor allem in Oberitalien sprachen Geldwechsler von „banca rotta“, wenn jemand zahlungsunfähig war oder wurde.
Zu Deutsch heißt das so viel wie „leere Bank“, was seiner Zeit bedeutete, dass der Geldwechsler kein Geld mehr hatte, um Währungen zu tauschen. Damals wie heute hatte der Bankrott meist zur Folge, dass sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen fortan stark an Kreditwürdigkeit einbüßten.

Auch heute wird der Begriff Bankrott noch häufig verwendet. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn jemand nicht in der Lage ist, seine laufenden Ausgaben mittels seiner Einnahmen oder seiner vorhandenen Vermögenswerte zu begleichen. Dies kann gleichermaßen Privatpersonen, rechtliche Personen oder ganze Staaten betreffen. Man spricht dann vom Staatsbankrott. Umgangssprachlich werden Insolvenz, Pleite oder Konkurs als Synonyme verwendet, wenngleich dies nicht ganz korrekt ist. Auch ist im umgangssprachlichen Gebrauch nicht zwingend ein eigenes Verschulden oder gar die Strafbarkeit des Bankrotts inkludiert.

Im deutschen Recht ist der Begriff Bankrott genau genommen jedoch auch strafrechtlich relevant. So besagt § 283 StGB, dass sowohl bei Überschuldung als auch bei drohender Zahlungsunfähigkeit eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren verhängt werden kann. Dies kann zum Beispiel dann eintreten, wenn noch vorhandene Vermögenswerte bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens infolge des Bankrotts verschwiegen werden. Formaljuristisch betrachtet ist der Bankrott somit eine vorsätzliche oder zumindest fahrlässig verantwortete Zahlungsunfähigkeit, welche unter Strafe steht. Anderenfalls ist der juristische Gebrauch des Wortes Bankrott nicht ganz korrekt.

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