Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Wir melden uns so bald wie möglich bei Ihnen.

Kontakt

Fehler bei der Eingabe:

Bartering

Wenn zwei Unternehmen Güter oder Leistungen austauschen, ohne dass dabei auch Geldströme fließen, spricht man vom Bartering.

Im Englischen bedeutet „to barter“ tauschen, wodurch der Kern des Batering-Prinzips bereits getroffen ist. Es handelt sich im Grunde um Tauschgeschäfte. Dabei kann es sich sowohl um materielle Güter und Rohstoffe als auch um Dienstleistungen handeln. In jedem Falle erfolgt von keiner der beteiligten Parteien eine Gegenleistung durch Zahlung von Geld. Als Synonyme zu Bartering werden auch die Begriffe „Kompensationsgeschäft“, „Ringtausch“ und „Barter-Clearing“ verwendet.

Die Absicht des Barterings ist stets, eine Win-Win-Situation herbeizuführen. Beide Tauschpartner sollen aus den erhaltenen Gütern oder Leistungen auch einen verwertbaren Nutzen ziehen können. Beide beteiligten Parteien werden so gleichzeitig zu Lieferant und Kunden in einem. Vor allem in wirtschaftlichen Krisenzeiten und Phasen der Inflation blühen Tauschgeschäfte. Wenn Währungen und Geld kaum noch einen Gegenwert haben, wird vermehrt auf Bartering gesetzt. So können beispielsweise handwerkliche Dienstleistungen mit einer Gegenleistung in Form von Nahrung entlohnt werden. Das Bartering hat zudem in den letzten Jahren im Bereich der neuen Medien an Bedeutung gewonnen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um den Tausch von Werbeflächen handeln. Auch kann bspw. ein Unternehmensberater einen Grafikdesigner, der seine Website gestaltet hat, mit einer Marketingberatung als Gegenleistung entlohnen.

Obwohl im Falle des Barterings keine monetären Leistungen fließen, können ausgetauschte Waren heutzutage einkommenssteuerrechtlich relevant sein. Es sollte daher immer im Einzelfall geprüft werden, wie die getätigten Bartering-Geschäfte erfasst und belegt werden müssen.

Ein bekanntes geschichtliches Beispiel für dieses Prinzip ist die sogenannte „Kaffeekrise in der DDR“. Damals herrschte Kaffeeknappheit, weshalb man einen Tausch gegen Rohstoffe mit anderen sozialistischen Ländern anstrebte. Unter anderem in Vietnam wurde in Folge vermehrt Kaffee angebaut, was das Land auch heute noch zu einer der wichtigsten Kaffee-Exportnationen machte.

zur Übersicht
Close