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Barwert

Beim Barwert handelt es sich um einen Begriff aus der Finanzmathematik. Als Synonym wird häufig auch vom Gegenwartswert oder – vornehmlich im englischsprachigen Raum – vom Net Present Value (NPV) gesprochen. Man versteht darunter den Wert, den ein in der Zukunft liegender Zahlungsstrom gegenwärtig besitzt. Es kann sich um positive wie auch negative Zahlungen handeln.

Zur Berechnung des Barwerts werden die einzelnen Zahlungsströme, d.h. sowohl Ein- als auch Auszahlungen, diskontiert. Zur Diskontierung – auch Abzinsung genannt – werden Zinsfaktor und Laufzeit benötigt. Durch die Diskontierung wird auch berücksichtigt, dass sowohl für Zahlungsempfänger als auch für Zahlungssender der Barwert umso geringer ist, desto entfernter die Zahlung in der Zukunft liegt und desto höher der Zinssatz ist.

Der Nutzen bei der Betrachtung des Barwerts liegt in der Vergleichbarkeit verschiedener Zahlungsströme, selbst wenn sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten getätigt werden. Auch können beispielsweise bei Sparverträgen die monatlich zu zahlenden Beiträge ermittelt werden, die erforderlich sind, um die vereinbarte Endsumme zu erreichen. Hierfür müssen entsprechend die Zugrunde liegende Laufzeit und der jeweilige Zinssatz berücksichtigt werden. Als weiteres Beispiel seien Aktien und Anleihen genannt. Die erwarteten Gewinne werden diskontiert, sodass der Barwert zum Bewertungsstichtag ermittelt werden kann. Neben der Rendite zählt der Barwert somit zu den wichtigsten Kennzahlen bei der Analyse und Bewertung von Investments.

Bei der Bewertung von Unternehmen wird der Barwert im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode, auch DCF-Verfahren genannt, ermittelt.

Dem Barwert gegenüber steht der sogenannte Endwert. Hierunter versteht man den Wert einer ursprünglichen Zahlung, den diese in der Zukunft haben wird. Auch dafür werden Zinsen und ggf. Zinseszinsen berücksichtigt.

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