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Call-Put-Konstruktion

Im Börsenwesen handelt es sich bei einer Call-Put-Konstruktion um einen abgestuften Exit.

Eine Call-Put-Konstruktion besteht, wie ihr Name bereits vermuten lässt, aus einer Call-Option und einer Put-Option. Dem Konstrukt zugrunde liegt dementsprechend das Prinzip verbriefter Optionsscheine, welche wiederum in unterschiedlichen Varianten existieren:

Optionsscheine mit Call-Option beinhalten das Recht, den entsprechenden Basiswert, zum Beispiel Aktien, zu einem späteren Zeitpunkt zu bestimmten Bedingungen zu erwerben. Dabei wird nach einem festen Bezugsverhältnis gegangen, Ausübungspreis und Optionsfrist werden ebenfalls vorab verbrieft. Steigen die Kurse des Basiswertes innerhalb dieser Frist, kann durch den Optionsschein trotzdem zum niedrigeren, verbrieften Ausübungspreis investiert werden. Investoren haben das Recht, von ihrer Call-Option Gebrauch zu machen. Gleichzeitig sind sie jedoch nicht verpflichtet, dies auch zu tun. Dementsprechend hat sich im deutschen Sprachraum auch die Bezeichnung „Kaufoption“ etabliert, die die Freiwilligkeit impliziert. Diese Kaufoption kann wiederum in den Long-Call sowie den Short-Call unterteilt werden. Unter einer Put-Option kann man sich nun das genaue Gegenteil vorstellen, nämlich um eine Verkaufsoption. Auch hier erhält der Investor das Recht, nicht aber die Pflicht zum Verkauf seiner Anteile an einem Unternehmen. Der jeweilige Kontrahent wird als Stillhalter bezeichnet. Er muss bis zum Ablauf der Optionsfrist die jeweilige Kaufsumme bereithalten, damit der Verkäufer seine Put-Option ausüben kann. Bei einem Call muss er dementsprechend den Basiswert zum jeweiligen Basispreis liefern.

Bei der Call-Put-Konstruktion handelt es sich nun genau genommen um einen abgestuften Exit, also den Ausstieg aus eines oder mehrerer Investoren aus dem Unternehmen. Hierzu wird bei der Call-Put-Konstruktion einem Anteilseigner die Übernahme weiterer Unternehmensanteile angeboten. Gleichzeitig wird den Altgesellschaftern eines Unternehmens eine Put-Option angeboten, um ihre Unternehmensanteile verkaufen zu können. Der endgültige Kauf- und Verkaufspreis ist jeweils performanceabhängig.

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