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Copycat

Copycats kopieren fremde Geschäftsmodelle, die sich bereits bewährt haben, für die Gründung ihres eigenen Unternehmens.

Der Begriff Copycat bedeutet übersetzt so viel wie „Nachahmer“ oder auch „Trittbrettfahrer“. Im Bereich der Start-up Szene sind damit eine oder mehrere Personen gemeint, die bereits am Markt etablierte Geschäftsmodelle beobachten und anschließend für ihre eigenen Zwecke übernehmen.

Was Copycats anbelangt, so gehen die Meinungen auseinander. Die einen sehen darin ein legitimes Vorgehen und erachten eigene Ideen und Konzepte nicht als Grundvoraussetzung für die Geschäftsgründung. Die anderen betrachten das Prinzip der Copycats als Ärgernis – vor allem natürlich all jene, deren Geschäftsmodell bereits abgekupfert wurde. Kopiert wird aber in aller Regel nicht direkt vor der eigenen Haustür, sondern in einem ausländischen Markt.

Trotz der geteilten Meinungen liegen die Vorteile für Copycats auf der Hand. Schon die eigentliche Idee muss nicht lange gesucht werden – interessant ist, was sich bereits erfolgreich am Markt positionieren konnte. Im Falle der Copycats ist das Risiko zu scheitern geringer, denn das Geschäftsmodell hat sich bereits einmal als machbar erwiesen, der Proof-of-Concept ist somit gegeben. In diesem Zuge fällt es Copycats auch nicht schwer, die Erfolgsgeschichte nachvollziehen und vor allem nachahmen zu können. Die Zielgruppe ist bekannt, das Verhalten des Konsumenten konnte bereits beobachtet werden, entsprechende Vermarktungsmaßnahmen und Vertriebswege sind nachvollziehbar. Gleichzeitig können Risiken und Fehlentscheidungen des Vorreiters vom Nachahmer schon im Vorfeld erkannt und umgangen werden.

Trotzdem bedeutet das Copycat-Prinzip nicht auch automatisch auch problemloses Gelingen. Ein bekanntes Beispiel ist das deutsche StudiVZ, welches sich an das US-amerikanische Vorbild Facebook anlehnte. Ein ähnlich durchschlagender Erfolg konnte nicht erreicht werden. Vorsicht ist auch immer dann geboten, wenn sich zu nah an fremden Geschäftskonzepten orientiert wird, was möglicherweise mit Rechtsverstößen einhergeht. Auch im obigen Beispiel landete das Copycat-Prinzip vor Gericht: Facebook verklagte 2009 StudiVZ wegen zu großer Gestaltungsübereinstimmungen.

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