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Crowdsourcing

Beim Crowdsourcing werden anfallende Aufgaben nicht firmenintern durch die Mitarbeiter erledigt, sondern an externe Kräfte vergeben.

Das Crowdsourcing-Prinzip kann im Deutschen wörtlich mit „Gruppenquelle“ übersetzt werden, gebräuchlicher ist allerdings die Bezeichnung „Schwarmintelligenz“. Gemeint ist, dass eine größere Gruppe externer Kräfte einem Unternehmen bei der Bewältigung anfallender Arbeiten behilflich ist. Die Bezeichnung Crowdsourcing ist somit stark an den Begriff „Outsourcing“ angelehnt. Auch hier werden traditionell interne Ausgaben eines Unternehmens an externe Dienstleister ausgelagert. Abzugrenzen ist jedoch die Art und Weise der Auslagerung. Beim Outsourcing wird in der Regel ein Fremdunternehmen mit der Übernahme der Aufgaben beauftragt.

Beim Crowdsourcing hingegen richtet sich die Aufgabenverteilung meist an eine größere Gruppe freiwilliger. Hierarchische Strukturen herrschen nicht. Auch wird kein Wert auf die Übertragung der Arbeit an eine bestimmte Person oder Gruppe gelegt, sofern sie unter Einbehaltung der geforderten Qualitätsstandards erfüllt wird. Durch die Undefiniertheit der Crowd gibt es zudem keine örtlichen Beschränkungen. Da vornehmlich über das Internet gearbeitet wird, ist prinzipiell die weltweite Arbeitsauslagerung möglich, wodurch ein größerer Radius qualifizierter Kräfte erreicht wird. Menschen können dadurch unkompliziert zusammentreffen und zu weiten Teilen selbstorganisiert produktiv sein.

Ein allseits bekanntes Anschauungsbeispiel für das Prinzip des Crowdsourcings ist Wikipedia. Hier kann jeder Internetnutzer gemäß seiner individuellen Fachkenntnisse und Erfahrungen an der Erweiterung der Wissensdatenbank mitarbeiten. Es finden keine Arbeitszuweisungen statt. Stattdessen setzt man darauf, dass sich in der Crowd der Nutzer automatisch jemand findet, der sich mit seinen Fähigkeiten in das Projekt einbringt. Ob wie hier unentgeltlich mitgeholfen wird oder eine Bezahlung erfolgt, berührt das zugrunde liegende Prinzip nicht. Durch das Crowdsourcing können zudem Kosten für fest angestellte Arbeitnehmer und etwaige Arbeitsmittel eingespart werden.

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