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Disagio

Der Begriff Disagio stammt aus dem Finanzwesen und meint den Abschlag von einem Nominalwert.

„Disagio“ kommt aus dem Italienischen und kann zu Deutsch mit „Unbehagen“ oder „Unbequemlichkeit“ übersetzt werden. Als Synonym zu Disagio wird auch vom „Damnum“, oder „Abgeld“ gesprochen, was schon eine genauere Vorstellung über das Disagio vermittelt. Gemeint ist damit nämlich ein Abschlag vom eigentlichen Wert, beispielsweise beim Wertpapierhandel oder im Rahmen eines Kreditgeschäfts. Das Pendant zum Disagio ist dementsprechend das Agio, also ein Aufschlag auf die entsprechende Summe. Sowohl Agio als auch Disagio sind in verschiedenen Bereichen des Finanzwesens anzutreffen.

Eine große Rolle spielt das Disagio im Wertpapierhandel. Das Disagio wird in Prozent angegeben und ist die Summe, die ein Wertpapier unter seinem eigentlichen Nennwert ausgegeben wird. Dadurch wird der Ertrag des Emittenten verringert, der Käufer hingegen zahlt weniger als den eigentlichen Nennwert und kann dadurch seine Rendite steigern. Einen Einblick in die rechtlichen Grundlagen gewähren § 5 des GmbH-Gesetzes sowie § 9 des Aktiengesetztes. Hiernach dürfen Anteile einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Aktien nicht mit einem Disagio belegt werden. Die Ausgabe über dem Nennbetrag ist jedoch möglich (Agio).

Darüber hinaus wird der Begriff Disagio auch im Kreditwesen verwendet. Gemeint ist damit die Differenz zwischen dem Nominalwert des aufgenommenen Bankkredits und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag. Diese Differenz bzw. das Disagio fungiert dann als Zinsvorauszahlung. Für den Darlehensnehmer hat das zum Vorteil, dass er eine geringere Nominalverzinsung für seinen Kredit vereinbaren kann und somit seine monatliche Belastung durch die anfallenden Raten geringer halten kann.

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