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Genussrechtskapital

Das Genussrechtskapital ist ein Begriff auf dem Schuldrecht.

Genussrechte existieren derzeit in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz. In der Schweiz spricht man auch vom Partizipationskapital. Das Genussrechtskapital ist Kapital, welches durch die Vergabe von Genussrechten erzielt wird. Da es eine Stellung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital einnimmt, wird die Vergabe von Genussrechten auch als Mezzanine-Finanzierung bezeichnet. Mezzanine stammt hierbei aus dem Italienischen und bedeutet „halb“. Werden Genussrechte verbrieft, spricht man auch von Genussscheinen. Sie können, müssen aber nicht an der Börse gehandelt werden.

Genussrechte werden von einem emittierenden Unternehmen ausgegeben, man spricht vom Genussrechtsemittenten. Er sichert dem Inhaber der Genussrechte dadurch diverse Vermögensrechte zu. Dazu zählen vor allem Anteile am Reingewinn eines Unternehmens, welche dann meist jährlich ausgeschüttet werden. Ein Mitbestimmungsrecht an der Unternehmensführung oder Stimmrechte hat der Genussrechtsinhaber dadurch jedoch nicht. Als Gegenleistung verpflichtet sich dieser Inhaber des Genussrechts dazu, dem Emittenten Genussrechtskapital zur Verfügung zu stellen. Genaue Vereinbarungen werden im zugehörigen Genussrechtsvertrag festgehalten. In ihm wird auch die Laufzeit vereinbart. Üblich ist ein vorab festgelegter Beendigungszeitpunkt oder die Einräumung eines Kündigungsrechts nach einer Mindestlaufzeit.

Genussrechte sind somit ein Kapitalüberlassungsverhältnis und stellen für Genussrechtsinhaber eine Anlageform dar. Steuerrechtlich zählen sie für ihn zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Durch Genussrechte können hohe Renditen erreicht werden, allerdings ist auch das Risiko für den Inhaber eines Genussrechts nicht gering. Vor allem, wenn es zu einer Insolvenz des entsprechenden Unternehmens kommen sollte, wird ein Inhaber von Genussrechten erst als einer der letzten Gläubiger befriedigt. Das Risiko leer auszugehen ist entsprechend sehr hoch. Aus Sicht des Emittenten wird das Genussrechtskapital in der Regel als Fremdkapital bilanziert. Unter Umständen kann jedoch auch ein Ausweis als Eigenkapital erfolgen.

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