Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Wir melden uns so bald wie möglich bei Ihnen.

Kontakt

Fehler bei der Eingabe:

Liquidation Preference

Die Liquidation Preference kann ins Deutsche einfach mit „Liquidations-Präferenz“ übersetzt werden. Gemeint ist, dass der Erlös nach der Beendigung einer Gesellschaft entsprechend einer vorab getroffenen Vereinbarung verteilt wird. Trotz des Wortlauts der Vereinbarung kann sie aber nicht nur für den Fall einer Liquidation, sondern auch für die Verteilung von Exit-Erlösen vereinbart werden. Der Einfachheit halber wird die Liquidation Preference im Folgenden allerdings hinsichtlich der Liquidation erläutert.

Konkret wird dem Begünstigten der Regel im Falle der Liquidation  zunächst sein Anteil des Verkaufserlöses ausgezahlt. Dieser kann als absoluter Betrag oder als Rendite auf das zuvor eingesetzte Kapital festgelegt werden. Für den Investor bedeutet das eine höhere Gewinnsicherheit als eine ausschließlich quotale Verteilung. Dies ist vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er bei  VC-Gesellschaften häufig das größte finanzielle Risiko trägt, nachvollziehbar. Erst danach wird der Restbetrag an alle anderen Anspruchsberechtigten verteilt.

Sollte der Erlös der Liquidation unter dem vereinbarten Betrag liegen bedeutet das folglich auch, dass die übrigen Gesellschafter keinen Anteil vom Verkaufserlös erhalten. Dasselbe gilt in dem Fall, dass der Anspruch des durch die Liquidation Preference Begünstigten exakt dem Verkaufserlös entspricht. Für alle nicht Begünstigten bedeutet die Liquidation Preference somit einen Nachteil.

Die konkrete Ausformulierung der Liquidation Preference Klausel kann variabel gestaltet werden. Man unterscheidet „Participating Preferences“ von „Non-Participating Preferences“. Nur bei der Participating Preference wird der Investor auch auf der zweiten Stufe, also bei der Ausschüttung des Resterlöses, noch berücksichtigt. Ansonsten bleibt es bei seiner Ausschüttung auf erster Stufe, was allerdings seltener vereinbart wird.

zur Übersicht
Close