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Long Tail

Die Long Tail Theorie besagt, dass vor allem im Onlinebereich Nischenprodukte besonders große Chancen haben.

Die Long Tail Theorie wurde von Malcolm Gladwell entwickelt, einem Unternehmensberater und Journalisten. Christian Anderson, Chefredakteur des US-amerikanischen Wired Magazines, machte die Theorie schließlich einer breiten Masse bekannt. Sie besagt, dass Anbieter auch durch die Fokussierung auf mehrere Nischenprodukte einen beachtlichen Gewinn erwirtschaften können. Es ist demnach nicht zwingend notwendig, sich auf einen einzigen Beststeller zu konzentrieren oder diesen anzustreben.

Die Bezeichnung Long Tail bedeutet zu Deutsch „langer Schwanz“, was auf die Darstellung der Theorie im Koordinatensystem anspielt. Die y-Achse stellt die Anzahl der Verkäufe bzw. den Gewinn dar, die x-Achse die jeweiligen Produkte. Die Kurve ist im Bereich des Bestellers natürlich sehr hoch und erzielt hohe Verkaufszahlen. Zu den Nischenprodukten hin nimmt sie dann zunehmend ab und wirkt dadurch wie ein „Long Tail“ in die Länge gezogen. Trotz ihres flachen Verlaufs summieren sich die einzelnen Umsätze der Nischenprodukte jedoch, sodass sie letztlich einen ähnlichen oder sogar höheren Gewinn ausmachen können, als wenn ein Unternehmen nur ein einziges, dafür aber sehr erfolgreiches Produkt anbietet. Eine statische Grenze, ab der der Verkauf weniger Massenprodukte aufhört und man von Nischenprodukten spricht, gibt es in dieser grafischen Darstellung nicht.

Das Prinzip kommt heute vor allem im Onlinebereich zum Einsatz. Hier hat heutzutage nahezu jeder die Möglichkeit, seine Produkte mit vergleichsweise geringem Kostenaufwand anzubieten oder seine Dienstleistung vorzustellen. Veranschaulicht wurde die Long Tail Theorie von Chris Anderson beispielhaft anhand des Online-Musikservices Rhapsody. Weniger gefragte Titel werden zwar für sich betrachtet seltener heruntergeladen als Chartstürmer, der Umsatz summiert sich aber durch die Anzahl der angebotenen Nischenprodukte bzw. Independent Songs. Auf dem traditionellen Markt hingegen würden sich viele Nischenprodukte als nicht lohnend erweisen, ein regionales Ladengeschäft mit Laufkundschaft könnte dadurch kaum überleben.

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