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Non-Disclosure-Agreement

Ein „Non-Disclosure Agreement“ bezeichnet die Verpflichtung, über vertrauliche Informationen absolutes Stillschweigen zu wahren.

Der Begriff „Non-Disclosure-Agreement“ könnte wörtlich mit „Nicht-Bekanntmachungs-Vereinbarung“ übersetzt werden. Im deutschen Sprachraum wird gängigerweise von einem Geheimhaltungsvertrag oder einer Vertraulichkeitsvereinbarung gesprochen. Im angelsächsischen Sprachraum wird das Non-Disclosure-Agreement meist mit NDA abgekürzt. Seltener wird als Synonym auch vom CDA, dem Confident-Disclosure-Agreement, gesprochen.

Non-Disclosure-Agreements können sich über Informationen, Unterlagen und Geschäftszahlen erstrecken, die durch eine Zusammenarbeit, ein persönliches Gespräch oder eine Präsentation ausgetauscht werden. Daher werden sie in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt. Dazu zählen vor allem Unternehmensgründungen, bei denen angehende Gründer in Kontakt mit potentiellen Investoren treten. Um ihre Idee und das zugehörige Geschäftskonzept vorzustellen, müssen sie eine Vielzahl vertraulicher Informationen preisgeben. Durch eine Geheimhaltungsvereinbarung können sie verhindern, dass ihre Ideen und Konzepte in Folge missbräuchlich in die Hände Dritter geraten.

Im Non-Disclosure-Agreement werden zunächst die Vertragsparteien aufgeführt. Dann werden Art und Umfang der geheim zu haltenden Informationen benannt und auch solche, die nicht Teil der vertraulichen Informationen sind, z.B. weil sie der Öffentlichkeit bereits bekannt sind oder es in absehbarer Zeit werden. In der Regel werden auch Strafzahlungen festgelegt, die im Falle eines Verstoßes geltend gemacht werden können. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass eine Unverhältnismäßigkeit das Vertrauensverhältnis ungewollt belasten kann. Zudem können überzogene Sanktionen oftmals nicht rechtlich durchgesetzt werden.

Von den Inhalten der Non-Disclosure-Agreements abzugrenzen sind Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse, welche gesetzlich verankert sind und für deren Einhaltung es keiner gesonderten Geheimhaltungsvereinbarung bedarf. Hierzu zählt beispielsweise das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient oder auch die Arbeit eines Wirtschaftsprüfers, der tiefe Einblicke in die vertraulichen Unterlagen seiner Mandanten erhält. Ein Verstoß kann gem. § 203 und 204 StGB strafrechtlich geahndet werden.

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