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Portfolio

Der Begriff Portfolio leitet sich aus dem Lateinischen ab. Hier bedeutet „portare“ „tragen“, während „folium“ das „Blatt“ ist. Daher wird als Synonym teilweise auch vom Portefeuille gesprochen. Grundsätzlich ist damit eine Sammlung verschiedener Objekte gemeint, die allerdings alle zum selben Typ zählen. Dementsprechend wird der Begriff auch in vielen unterschiedlichen Zusammenhängen genutzt.

In Kreativberufen ist das Portfolio eine möglichst repräsentative Zusammenstellung bisheriger Arbeiten. Im Vertrieb bzw. Marketing hingegen ist das Portfolio das Angebot eines Unternehmens, welches sich über Produkte und Dienstleistungen erstrecken kann. In der Finanzwelt meint das Portfolio die Gesamtheit all derer Unternehmen, an denen ein Investor aktuell beteiligt ist, der Portfoliounternehmen. Durch diese Risikostreuung kann das Risiko gegenüber einer Investition in nur eine Organisation minimiert werden.

Die Portfolio-Analyse ist folglich eine Methode zur Planung der Zusammenstellung des Portfolios. Als Analysekriterium kann unter anderem der Erwartungswert berücksichtigt werden. Dieser Portfolio-Ansatz stammt vom Ökonomen H. Markowitz und wurde bereits in den 1950er Jahren entwickelt. Seither wurde sie vielfach modifiziert und zählt heute zu den wichtigsten Instrumenten im strategischen Management.

Ebenfalls von Markowitz stammt die Portfolio-Theorie bzw. Portfolio Selection. Sie befasst sich unter anderem mit der Frage, wie viele und auch welche Wertpapiere für den Investor ein ideales Portfolio hinsichtlich des angestrebten Cashflows bedeuten. Die Portfolio Selection wurde 1990 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.

Das Portfoliomangement verfolgt dementsprechend das Ziel, ein Portfolio zusammenzustellen und zu verwalten. Man unterscheidet hierbei das Top-Down-Prinzip vom Bottom-Up-Prinzip. Bei Top-Down-Prinzip wird von oben nach unten vorgegangen, indem Ziele festgelegt und daraufhin entsprechende Strategien entworfen werden. Beim Bottom-Down-Prinzip verhält es sich genau andersherum. Hier erfolgt die Konkretisierung des Vorhabens von unten nach oben.

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