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Saldo

Der Saldo bezeichnet den Kontostand nach Aufrechnung von Haben und Soll.

Der Begriff Saldo stammt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt „fest“ bzw. „festmachen“. Gemeint ist damit, dass die Differenz zwischen Soll und Haben ermittelt wird. Das Soll bezeichnet in der Buchführung die linke Kontoseite, das Haben die rechte. Durch Aufrechnung beider Seiten ergibt sich der aktuelle Kontostand. Der so ermittelte Saldo ist schließlich auch der Wert, der für die Bilanzierung bzw. Gewinn- und Verlustrechnung verwendet wird.

Jedem Bankkunden begegnet der Saldo beim Abrufen seiner aktuellen Kontoauszüge. Übersteigt das Soll hierbei das Haben, so spricht man von einem Sollsaldo. Das Konto ist in diesem Falle nicht ausgeglichen, sein Inhaber ist – wenn auch möglicherweise nur temporär – in den Miesen. In diesem Falle entsteht eine sogenannte Darlehensverbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut. Übersteigt hingegen das Haben das Soll, so spricht mal vom Habensaldo. Das jeweilige Konto ist dann ausgeglichen und es besteht noch ein Guthaben, welches der Bank zur Verwahrung anvertraut wurde. Genau genommen handelt es sich hierbei allerdings um einen Tagessaldo, der primär Informationsgehalt hat. Er beinhaltet noch keine Saldoanerkenntnis, denn fehlerhafte Buchungen könnten noch beanstandet werden.

Der Buchungssaldo hingegen beinhaltet bereits alle Kontoumsätze, auch wenn sie noch nicht wertgestellt wurden. Kontoinhabern darf mit Beschluss des Bundesgerichtshofs auf ihren Kontoauszügen jedoch nur der valutarische Saldo angezeigt werden, also der aktuelle Wert, über den der Kontoinhaber bereits verfügen kann. Der Buchungssaldo ist nicht zulässig, da er dem Bankkunden noch nicht zur freien Verfügung steht und oftmals für Verwirrung sorgen könnte.

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