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Steuerbilanz

Die Steuerbilanz wird unter Berücksichtigung der geltenden steuerlichen Vorschriften erstellt und gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

Wer unternehmerisch tätig ist, ist auch zum Erstellen eines Jahresabschlusses verpflichtet. Vor allem Freiberufler können ihren Gewinn mittels einer simplen Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Sie sind demnach nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet und müssen folglich auch keine Bilanzen aufstellen, können dies jedoch jederzeit freiwillig tun. Für alle Kaufleute im Sinne des Handelsgesetzbuches hingegen herrscht die Bilanzierungspflicht. Kleinunternehmer können davon befreit werden, wenn ihr Jahresumsatz weniger als 500.000 Euro beträgt oder der Gewinn 50.000 Euro nicht übersteigt.

Der Begriff „Bilanz“ stammt aus dem Italienischen „bilancia“ und bezeichnet eine (Doppel-) Waage. Damit ist auch schon veranschaulicht, was bei der Aufstellung der Bilanz geschieht: Vereinfacht gesprochen werden Vermögen und Schulden gegenübergestellt. Man spricht hierfür auch von Aktiva und Passiva. Aktiva setzen sich aus Anlage- und Umlaufvermögen zusammen, während sich hinter dem Begriff Passiva die Mittelherkunft verbirgt. Dazu zählen beispielsweise Verbindlichkeiten, die Nutzung von Fremdkapital oder auch Rückstellungen.

Die Erstellung der Steuerbilanz dient der objektiven Beurteilung, wie leistungsfähig ein Unternehmen ist. Daraus resultieren schließlich auch die Steuerzahlungen, die es zu tätigen hat. Die Steuerbilanz als Vermögensübersicht leitet sich aus der Handelsbilanz ab, welche separat aufgestellt wird. Beide sind jedoch nicht miteinander gleichzusetzen, denn einzelne Positionen können unterschiedlich bewertet werden.

Unter Umständen kann auch eine sogenannte Einheitsbilanz aufgestellt werden. Hierdurch entfällt die Aufstellung getrennter Steuer- und Handelsbilanzen, denn die Einheitsbilanz erfüllt in einem alle Anforderungen. Sie wird aber in der Regel nur von kleineren Unternehmen durchgeführt, die keinen Publizitätspflichten unterliegen. Mit dem Inkrafttreten des Bilanzierungsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) von 2009 wurden die Möglichkeiten zur Einheitsbilanzierung zudem stark eingeschränkt.

 

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