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Throwaway-Prototyping

Beim Throwaway-Prototyping können veranschaulichende Modelle eines Produkts schnell – wenn auch weniger sauber – entworfen werden.

Eine Produktidee ist erst dann gewinnbringend, wenn sie auch in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann. Von der Idee zur Markteinführung muss daher einiges bedacht werden, um diese Hürde zu meistern. Doch Papier ist bekanntlich geduldig, häufig benötigt es ein Anschauungsexemplar, um Fehler und Schwachstellen aufspüren zu können. Zudem kann dadurch teamintern visuell diskutiert werden. An dieser Stelle kommt das Prototyping ins Spiel. Es handelt sich dabei um nicht anderes, als die einfache, schnelle und günstige Herstellung eines Testobjekts.

Prototypen können in verschiedenen Abstraktionsstufen hergestellt werden, die teilweise schon an das verkaufsfertige Endprodukt herankommen. Beim Throwaway-Prototyping ist jedoch eher das Gegenteil der Fall. Es ist von vornherein klar, dass es sich nur um ein grobes Modell handelt, welches nach dem Gebrauch entsorgt werden kann. Daher stammt auch seine Bezeichnung, denn „to throw away“ bedeutet „wegwerfen“. So kann beispielsweise bei der Programmierung eines Nutzer-Interfaces zu Schere und Papier gegriffen werden, um die bisherigen Überlegungen einfach zu visualisieren.

Gerne wird beim Throwaway-Prototyping die „Quick and Dirty“-Methode angewandt. Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, geht es hierbei schnell und mitunter nicht besonders sauber zu. Das Resultat ist kein besonders ansehnlicher Prototyp, veranschaulicht allerdings die gewünschten Kernfunktionen des Konzepts. Da diese Methode wie das gesamte Throwaway-Prototyping in einer Frühphase der Produktentwicklung betrieben wird, können hier alle greifbaren Materialien wie Papier, Knetmasse oder etwa Legosteine verwendet werden. Was zählt ist, dass ein veranschaulichender Effekt erzeugt wird. Da der Prototyp darüber hinaus nicht weiter verwendet werden soll, werden an ihn noch keine weiteren Ansprüche gestellt.

Für sich betrachtet ist das Throwaway-Prototyping somit ein Mehraufwand. Den gesamten Entwicklungsprozess betrachtend kann jedoch sogar Zeit eingespart werden, denn Fehlentwicklungen und das Konzeptionieren nicht umsetzbarer Ideen können schon im Vorfeld umgangen werden.

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